Wofür stehst du morgens auf?

Gepostet von am 13 Jul 2017

Wofür stehst du morgens auf?

 

 

Wofür stehst du morgens auf?

 

 

 

Unsere Arbeit nimmt einen großen Teil unserer Zeit in Anspruch. Ist es da nicht verständlich, dass man diese Zeit angenehm verbringen will? Darf man bei der Arbeit nicht Freude haben, seine Begabungen einsetzen und Dinge tun, die sich gut und richtig anfühlen. Doch, darf man. Aber tut man es auch?

 

Broterwerb oder Sinnstiftung

 

„Arbeiten um zu leben“, das war lange Zeit das Credo der meisten „Erwerbstätigen“. Tagsüber geht man malochen, um abends, am Wochenende, im Urlaub und im Ruhestand endlich leben zu können. Mittlerweile hat sich diese Einstellung bei vielen (nicht nur den Jungen) geändert. Die Grundbedürfnisse sind erfüllt, – jetzt geht’s um mehr als Geld, Sicherheit oder Weiterentwicklung.

 

 

Wofuer stehst du morgens auf - wirklich

 

 

Wie antwortest du spontan auf die Frage:

Was an deiner Arbeit lässt dich morgens vor Freude aus dem Bett springen?

 

Diese Frage den Mitarbeitern im Unternehmen regelmäßig zu stellen, das schlugen die Management-Vordenker Förster & Kreuz vor kurzem vor.

 

Experimentiere doch mal!

 

Stell dir vor, du stellst diese Frage deinen Kolleginnen und Kollegen. Was glaubst du, werden die meisten antworten?

 

Vermutlich werden viele sagen: es sind die Menschen, die ich bei der Arbeit treffe, die Kollegen und auch die interessanten Kunden. Manche zählen vielleicht sogar die Vorgesetzten dazu.

 

Wenn sie eine Weile darüber nachdenken, wird ihnen noch mehr einfallen, ganz sicher. Und zwar die Dinge, die ihnen wirklich Freude machen, bei denen sie Ergebnisse sehen und mit denen sie etwas bewegen.

 

Was du nicht hören wirst

 

Ohne deine Kollegen zu kennen, bin ich sehr sicher, dass sie folgendes nicht antworten werden:

  • der tolle Laptop und die zwei Bildschirme, die auf meinem Schreibtisch stehen
  • mein ergonomischer Schreibtischstuhl
  • die schicke Kaffeemaschine und das kostenlose Obst
  • die tolle Lage unseres Büros
  • der Kickertisch / die Play Station
  • das vegetarische Menü in der Kantine
  • der Sonderurlaub, den ich bekommen, wenn ich heirate oder umziehe
  • die wirklich erstklassige betriebliche Altersvorsorge
  • das Weihnachtsgeld
  • die Mitarbeiterrabatte
  • die flexibel gestaltbaren Arbeitszeiten
  • mein Home Office
  • … (ergänze selbst, was dir einfällt)

 

Warum, um alles in der Welt, sind dann genau dies die Dinge, die Unternehmen ständig erweitern und anpreisen?

Weil’s so einfach ist und meist mit Geld realisierbar?

Oder weil sich bei den Mitarbeitern nach einer Weile eine gewisse „Sattheit“ einstellt, sodass man nachlegen muss, wenn man sie „motivieren“ will?

 

 

Gehst du mit mir essen?

 

Stell dir vor, wir gehen in ein Restaurant. Es sieht von außen und auch von innen gut aus, die meisten Tische sind besetzt und nett dekoriert und die Preise sind human. Erst als das bestellte Essen vor uns steht, verstehen wir, warum auf dem Tisch ein Ständer mit diversen Zutaten steht: Salz, Pfeffer, Ketchup und (autsch) Maggi.

 

Das Essen schmeckt nämlich fad und sieht auch nicht besonders toll aus. Mit genügend Würze und Ketchup zum optischen Aufwerten kann man den Hunger damit stillen. Aber wegen des Essens werden wir bestimmt nie wieder hier herkommen!

 

Dabei ist das der Hauptgrund, warum man in ein Restaurant geht, oder? Wenn das Bedürfnis nach gutem Essen nicht erfüllt wird, kann man als Restaurantbetreiber noch so viel hinzufügen, um das Geschmackserlebnis zu verbessern – es nützt nachhaltig nichts.

 

Allen Restaurants, die sich Stammgäste wünschen, empfehle ich: Stellt nicht auch noch Mayonnaise auf den Tisch, sondern kocht richtig gutes Essen! Dann braucht kein Mensch mehr Maggi.

 

 

Und was heißt das für Unternehmen?

 

Ein Arbeitsplatz wird nicht attraktiver für Menschen, wenn man ihn mit noch mehr „Hardware“ bestückt. Die schicksten Möbel, die ausgefallensten „Gadgets“ und die umfassendsten „Benefits“ nützen nichts, wenn Menschen keinen Sinn in dem sehen, was sie tun.

 

Allen Unternehmen, die ein Lieblingsplatz für Menschen sein wollen, rufe ich deshalb zu: Gebt den Menschen Raum für ihre Ideen und lasst sie ihre Talente und Begabungen einsetzen! Sie werden im „Flow“ sein und weder einen Kickertisch vermissen noch das Bedürfnis nach ständigen Kaffeepausen haben.

 

– ist sich eure Kommplizin Gaby Feile sicher

 

PS: Als Ergänzung zur Umfrage kann man laut Förster & Kreuz noch diese Frage stellen: Was an deiner Arbeit lässt dich morgens die Schlummertaste drücken?

 

Über die Kommplizin:

Gaby Feile hat einige Jahre versucht, Bewerber mit trivialen Vorteilen zu begeistern. Bis sie gemerkt hat, dass die Herzen der Menschen was anderes brauchen. Im Klub der Kommplizen gibt es das!

Mehr über Gaby Feile

 

Foto: deathtothestockphoto.com

 

 

Kommplizen-Box für dich

 

 

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