"Wir glauben, dass alles, was als "normal" gilt, die Welt kein bisschen besser macht."

Und finden, Arbeiten soll sich wie Leben anfühlen. Wir machen also Unternehmen zu Lieblingsplätzen für alle.

Montage lieben

Wie geht das?

 

Montage lieben & arbeiten? Für viele ein Widerspruch. Wie es klappen kann, erzählt Gaby Feile in diesem unterhaltsamen Film in 4:44 Minuten.

 

 

 

 

Einfach machen beim Wortwechsel in violett

 

Beim Wortwechsel in violett wurde klar:

Wenn’s läuft, dann läuft’s!

 

 

 

Wie bringt man Menschen zusammen, die glauben, dass jeder von uns die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen kann? Die selbst etwas zu einer besseren Welt beitragen und andere inspirieren – und sich inspirieren lassen wollen?

 

Man lädt sie zu einer Talkshow ein, die anders ist als alle anderen! Mit Gästen, die wahre Geschichten erzählen, statt Folien zu präsentieren. Und die zeigen, dass „Weltverbessern“ auch im Kleinen funktioniert. Anders als im Fernsehen soll die Gesprächsatmosphäre positiv sein, man lässt andere ausreden, beharrt nicht auf seinem Standpunkt und trägt dazu bei, dass am Ende etwas Positives für alle Anwesenden herauskommt.

 

Die besten Partys finden in der Küche statt!

 

Ein Tag vor Nikolaus 2017: Es wurde Zeit, dass wir Weltverbesserer uns mal im Kitchen2Soul trafen, dem ersten Coaching-Café Deutschlands. Dort finden regelmäßig Veranstaltungen für ein gutes Leben statt – wir fügten uns also ein in eine illustre Reihe. Und das machte Freude, besonders weil die Mitarbeiterin, die uns betreute, Violetta heißt!

Stefanie Scheele sorgte dafür, dass alle Gäste einen warmen Empfang und einen herzlichen Abschied erhielten – bei den Wintertemperaturen ein Genuss. Stefanie war dieses mal unsere Direktorin des ersten und letzten Eindrucks.

 

Es ging los:

 

einfach machen beim Wortwechel in violett: EdithEdith Roebers von Service Experts war die Moderatorin und durfte ein fast rein weibliches Publikum begrüßen. Das passte wunderbar zur schönen und gemütlichen Umgebung. Edith verkündete, dass der Wortwechsel in violett ab 2018 donnerstags stattfindet, und dass wir unser Team erweitern: Wir suchen eine/n Webmeister/in. Und diese war noch am selben Abend gefunden. Julia gehört ab Januar fest zu unserem Team. Heute hatte sie eine andere Aufgabe:

Julia Philipp, behielt als Saalmeisterin den Überblick über die Zeit und schenkte uns allen sogar mehr davon.

Zum zweiten Mal hielt Andrea Mühleck den Abend fotografisch fest und schaffte es, als Erinnerungsbewahrerin auch aktiv am Geschehen teilzunehmen.

 

Die Küche ist die Party!

 

einfach machen beim Wortwechsel in violett: KathrinKathrin Große, die Gastgeberin und Co-Gründerin des Kitchen2Soul erzählte, wie sie nach jahrelangem „Scheitern“ endlich ihre Erfüllung fand. Statt sich, wie früher, 11 Monate durch den Job zu quälen und 1 Monat beim Reisen all das auszugleichen, arbeitet sie jetzt länger für weniger Geld aber für tausend Mal mehr Wohlbefinden. Das Kitchen2Soul entstand sehr spontan im Austausch mit ihrer Co-Gründerin Tatjana Reichhart. Die Räume waren überraschend schnell gefunden, ein Zurück gab es quasi nicht. Sehr naiv errichteten die beiden in 3 Monaten ihr neues Refugium – ohne groß darüber nachzudenken, was schief gehen könnte. Trotz unerträglicher Hitze am ersten Tag brummte der Laden und sie arbeiteten bis zur Erschöpfung. Und beide waren sich einig: das war der größte Fehler unseres Lebens! Zum Glück ging der Gedanke vorüber, denn heute gibt’s im Kitchen2Soul nicht nur leckeres Essen und schmackhafte Getränke sondern auch Bücher und Veranstaltungen  – alles für ein gutes Leben.

 

Heldenhaft für pflegebedürftige Menschen da sein

 

 

einfach machen beim Wortwechsel in violett: CorneliaWas tut man, wenn der Opa plötzlich pflegebedürftig ist und über 400 km weit weg wohnt? Man versucht,  aus der Ferne alles zu organisieren, damit er zu Hause gut versorgt ist. Als Cornelia Petz und ihre Familie das im Jahr 2007 taten, mussten sie die richtigen Informationen aus der riesengroßen Masse filtern, das war eine echte Sisyphos-Arbeit. Sie schafften es, und als sie immer häufiger von anderen um Hilfe gebeten wurden, entschieden Cornelia und ihre Eltern spontan, all die Informationen zur Verfügung zu stellen – und aktuell zu halten. Obwohl sie keinerlei Programmier- und Online-Marketing-Kenntnisse hatten und auch ansonsten ziemlich fachfremd waren, bekamen sie es hin und gründeten Senporta, das Hilfeportal für betreuende Angehörige. Privatpersonen können dort Informationen finden und Unternehmen können ihren Mitarbeitern einen persönlichen Service bieten, wenn diese mit dem Thema Pflege konfrontiert werden. Cornelia wurde für die Gründung und ihr Engagement übrigens von der IHK München als Role Model ausgezeichnet.

 

Wenn das Herz nach Hawai’i will

 

 

einfach machen beim Wortwechsel in violett: LavendaLavenda Schaff bringt immer wieder hawaiianische Lebensfreude mit. Dieses Mal erfuhren wir, wie es dazu kam, dass sie 25 Jahre auf der Insel gelebt hat. Wie so oft begann es mit einem Urlaub. Nach ihrer Rückkehr nach Hamburg und in ihre Logopädie-Praxis war alles anders: die Sehnsucht nach Hawai’i ging nicht mehr weg. Aber es war unmöglich, dorthin umzuziehen: es hielt sie viel zu viel in Deutschland. Ihre Praxis, ihre Familie, Freunde – und überhaupt: wie kriegt man eine Green Card und wie ist das eigentlich mit der Krankenversicherung? Also begnügte sich Lavenda damit, immer wieder ihren Urlaub in Hawai’i zu verbringen. Doch ihr Herz blieb nicht still, die Sehnsucht wuchs. Als sie sich schließlich ein paar Freundinnen öffnete, ging plötzlich alles ganz schnell. Eine Unterkunft war, gegen Mithilfe im Garten, gefunden, die Zelte in Hamburg ließen sich abbrechen und das Leben brachte Lavenda immer genau die richtigen Dinge: einen Job in einem Hotel, Lehrer, von denen sie viel lernte und die Möglichkeit schließlich in Hawai’i sesshaft zu werden. Dennoch folgte sie vor kurzem wieder dem Ruf ihrer Seele und kam zurück nach Deutschland. Zum Glück, denn so können wir alle ein bisschen unsere Hawai’i-Sehnsucht stillen, indem wir Lavendas Geschichten und Liedern zuhören. Aloha!

 

Der Holzweg führt nicht zum Ziel!

 

Wortwechsel in violett: GabyAls ich mich vor gut einem Jahr ganz und gar der Entwicklung des Klub der Kommplizen widmete, ging es mir wie vielen Gründern: ich brauchte Kunden, um Geld zu verdienen. Entgegen meiner inneren Stimme machte ich das, was man halt so macht: Akquise. Und obwohl ich mir den Kopf zerbrach, um etwas zu tun, was nicht alle machen, brachte die Aktion nicht den gewünschten Erfolg. Es ging so ziemlich alles schief, was schief gehen konnte: harmloser aber exorbitanter Verbrauch von Postkarten, ein Regenguss, der mich völlig durchnässte und die Postkarten ebenfalls, ein plötzlich defekter Drucker, eine aufwändige Suche nach einem neuen Drucker, der schließlich nicht geliefert wurde und eine Hau-Ruck-Aktion kurz vor dem Urlaub kamen in der Geschichte vor. Und das alles ohne, dass sich Kunden fanden! Erst nach ein paar Monaten habe ich verstanden, was ich lernen sollte: wenn sich die Pannen häufen, dann ist das ein klares Zeichen: du bist auf dem Holzweg! Das heißt nicht, dass das Ziel falsch ist, aber man sollte sich einen anderen Weg dorthin suchen. Und wenn man den gefunden hat, dann flutscht es. Man wundert sich vielleicht sogar, warum es so leicht geht. Aber genau das ist das Geheimnis: If it’s light, it’s right!

 

 

Und das sagten die Gäste:

 

„Der heutige Wortwechsel-Abend war wieder sehr inspirierend. Danke für eure tolle Präsenz und Engagement. Ich komme gerne wieder. “

„Vor diesem Publikum eine Geschichte zu erzählen, ist wunderbar, weil alle so wertschätzend sind.“

„Es war wieder sehr inspirierend – ein ganz tolles Format. :)“

 

Das war das Team:

 

einfach machen beim Wortwechsel in violett: Das Team

Das Team von links: Lavenda, Cornelia, Stefanie, Gaby, Julia, Andrea, Edith, Kathrin. Foto: Andrea Mühleck, andreamuehleck.de

 

Alle Fotos: Andrea Mühleck, andreamuehleck.de

 

Wer einmal zum Team gehören will, kann gerne eine von drei Aufgaben übernehmen:

 

Direktor/in für den ersten und letzten Eindruck: Du begrüßt unsere Gäste, informierst sie über den Abend und rundest ihn ab mit einem herzlichen auf Wiedersehen.

Saalmeister/in: Du sorgst für einen reibungslosen Ablauf des Abends und unterstützt die Wortwechsler mit der Zeitanzeige (per Tablet).

Erinnerungs-Bewahrer/in: Du fängst mit deiner Kamera Geschichten und Gesichter ein und stellst uns die Fotos zur Verfügung.

Schau hier, wie du dabei sein kannst.

 

Beim nächsten Mal dabei sein

 

Nächstes Jahr treffen wir uns donnerstags, das nächste Mal am 08. Februar 2018. Sobald wir den Treffpunkt festgelegt haben, informieren wir dich, und du kannst deinen Platz reservieren. Wenn du unsere E-Mails noch nicht bekommst, trag dich einfach hier ein.

 

Alle Weltverbesserer und wir Gastgeberinnen, Edith und Gaby, freuen uns jetzt schon auf dich!

 

PS: Auf Meetup gibt es ganz tolle Fotos vom letzten Wortwechsel in violett. Du kannst gerne welche herunterladen. Wenn du sie öffentlich verwendest, vermerke bitte immer die Fotografin: Andrea Mühleck, andreamuehleck.de

 

 

 

Humor macht den Unterschied beim Wortwechsel in violett

 

Der Wortwechsel in violett macht Laune

Denn: Weltverbesserer haben Humor

 

 

 

Wie bringt man Menschen zusammen, die glauben, dass jeder von uns die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen kann? Die selbst etwas zu einer besseren Welt beitragen und andere inspirieren – und sich inspirieren lassen wollen?

 

Man lädt sie zu einer Talkshow ein, die anders ist als alle anderen! Mit Gästen, die wahre Geschichten erzählen, statt Folien zu präsentieren. Und die zeigen, dass „Weltverbessern“ auch im Kleinen funktioniert. Anders als im Fernsehen soll die Gesprächsatmosphäre positiv sein, man lässt andere ausreden, beharrt nicht auf seinem Standpunkt und trägt dazu bei, dass am Ende etwas Positives für alle Anwesenden herauskommt.

 

Runde zwei im Rebella Bex Café

 

Wie schon im Januar, war auch dieses Mal, am 24. Oktober 2017, der wunderbare Raum des Rebella Bex Cafés bis zum Rand gefüllt. Das muss an der positiven Energie liegen, die das Team dort verbreitet – und am leckeren Essen auf pflanzlicher Basis.

Julia Philipp füllte ihre Aufgabe der Direktorin des ersten und letzten Eindrucks, hervorragend aus, sodass sich alle willkommen fühlten und mit den besten Wünschen verabschiedet wurden.

 

Dann ging’s los:

 

Wortwechsel in violett macht Laune - GabyAls Moderatorin hatte ich dieses Mal das pure Vergnügen, wirklich emotionale und aufheiternde Geschichten anzukündigen. Es machte sehr viel Spaß, den Wortwechslern zuzuhören und ihnen Fragen zu stellen. Das Publikum war gewohnt interessiert und half mit, Informationen raus zu kitzeln.

Christine Sönning, schon zum zweiten Mal Saalmeisterin, behielt den Überblick über die Zeit und trotzte der Technik, die nicht immer so wollte, wie wir. Als Erinnerungsbewahrerin war dieses Mal Julia Margeth Theuer dabei, die sichtlich Spaß hatte, Menschen und Emotionen für die Nachwelt per Kamera festzuhalten.

 

 

Worte und Gedanken – und was sie mit uns machen

 

Wortwechsel in violett macht Laune - RebeccaRebecca Dorschner, die Gastgeberin im Rebella Bex Café, nahm uns mit ins Jahr 2009, in dem sie von einem Tag auf den anderen alles verlor, was bis dahin ihr Leben ausmachte. Sie war völlig überfordert, bis sie ihrer Intuition in eine Buchhandlung folgte. Als ihr dort das Buch „The Secret“ in die Hände fiel, begann ein neues Leben. Sie folgte den Anweisungen im Buch und bastelte ein Vision Board. Wichtigstes Element dort war ein Herz, und ein solches sollte auch ihr zukünftiger Vermieter haben. Das war nicht so leicht, aber schlussendlich traf sie ihn – in den ehemaligen Räumen einer Sparkasse – inklusive lindgrünem Tresor. Das wurde ihre neue Wohnung und ihr Vermieter wurde Herr Herz. Das lindgrüne Herz mit den Flügeln, das später zum Logo des Cafés wurde, trägt Rebecca übrigens auch am Körper tätowiert, wie sie uns verriet. Wer dabei war, kennt sogar die genaue Stelle…

 

Menschen und ihre Herzen berühren

 

Wortwechsel in violett macht Laune - Jürgen

Was Banken (und wir) von Marken wie „Thermomix“ lernen können, das erzählte uns Jürgen Weimann mit viel Humor. Der Vertriebsspezialist und Berater erzählte von seinen Erlebnissen bei einer Thermomix-Party und verdeutlichte, wie ein Kult entsteht. Persönlich, wertschätzend und überraschend sollte man mit Menschen umgehen, wenn man sie für eine Sache gewinnen will. Konkret heißt das zum Beispiel: eine Begegnung in gewohntem Umfeld arrangieren, wo man sich gut fühlt, die Bedenken und Wünsche der Menschen verstehen, auch durch Zuhören, und schließlich etwas Unerwartetes aus dem Ärmel zaubern. All das, so ist Jürgen sicher, können auch Banken für ihre Kunden tun. Und vielleicht erleben wir bald die ersten Banken, die in YouTube-Videos angepriesen werden.

 

 

Fans, Fans, Fans

 

Dieses Mal waren gleich vier unserer treuesten Weltverbesserer da, die wir auszeichneten. Wie alle Jubilare, die schon 5 Mal dabei waren, erhielten auch Silvia Giebl, Lavenda Schaff, Christina Syndikus und Christine Sönning den Kaffeebecher „Around The World“, der die Weltkarte zeigt und der aus ökologischem Bambus hergestellt wird.

Die vier verrieten uns, warum sie so gerne zum Wortwechsel kommen („die Menschen, die Energie, die guten Gefühle“) und wie es ist, mit Edith und Gaby zu tun zu haben („Herz trifft auf sensationelle Organisation“). Das hörten wir doch gerne!

 

Wortwechsel in violett macht Laune - die Fans

 

 

 

Wer motiviert ist, kann gewinnen

Wortwechsel in violett macht Laune Jörg

Mit Jörg Knippschild reisten wir nach Las Vegas. Dort fand nämlich vor einigen Jahren eine Veranstaltung seines damaligen Arbeitgebers statt, und wie jedes Jahr konnten Teams an der Demo Challenge teilnehmen konnten. Dafür mussten sie sich ein cleveres Produkt, eine Kunden und ganz besonders eine Peformance überlegen, die alle vom Hocker riss. Jörg hatte als Leiter der Region D/A/CH (Deutschland, Österreich, Schweiz) beschlossen, dass sie in jenem Jahr die Challenge gewinnen würden. Sein Team war davon zunächst überhaupt nicht angetan, aber schließlich tröpfelten die Ideen und das Team stellte etwas auf die Beine, das sie schließlich ins Finale und zum Sieg führte. Im darauffolgenden Jahr arbeitete das Team noch erfolgreicher als sonst zusammen, und das Produkt, das sie entwickelt hatten, wurde beim Kunden installiert und war auch finanziell ein Erfolg fürs Unternehmen. Motivation ist alles! Die ganze Geschichte zum Nachlesen gibt’s hier.

 

Wenn Engel loslegen

 

Wortwechsel in violett macht Laune - EdithVon Edith Roebers, der Frau hinter Service Experts, erfuhren wir, was sie mit ihrer Geschäftspartnerin tun wird, um das Kapital von Gastronomen und Hoteliers zu retten: die Menschen. Denn die Branche leidet unter dem hausgemachten Problem, dass sich zu wenige Menschen für „den schönsten Beruf der Welt“ interessieren. Die Gastro Angels haben ein Mentorenprogramm für Mitarbeiter in gastronomischen Betrieben entwickelt. Davon haben natürlich zunächst die Mentees sehr viel, die dann widerum die Gäste glücklich machen. Und das, so wissen wir, hat positive Folgen für die Unternehmen. Der schönste Beruf der Welt zeichnet sich laut Edith übrigens besonders dadurch aus, dass man unzählige Male am Tag direktes Feedback bekommt, weil man immer in Kontakt mit Menschen ist. Wer als Hotel oder Restaurant gerne ein Pionier sein will, kann sich melden und ein Modell-Unternehmen werden.

 

Und das sagten die Gäste:

 

„Inhaltsreich & lustig & hohe Energie!!!! :-)“

„Ich habe mich sehr gefreut, dabei zu sein und ich bin mit einer Menge positiver Energie nach Hause gegangen.“

„Logisch, dass wir das nächste Mal wieder dabei sind.“

 

Das war das Team:

 

Wortwechsel in violett macht Laune - das Team

v.l.: Edith, Jörg, Christine, Julia, Julia, Jürgen, Gaby, Rebecca

 

Alle Fotos: Julia Margeth Theuer, https://www.instagram.com/juliatheuer/

 

Wer einmal zum Team gehören will, kann gerne eine von drei Aufgaben übernehmen:

 

Direktor/in für den ersten und letzten Eindruck: Du begrüßt unsere Gäste, informierst sie über den Abend und rundest ihn ab mit einem herzlichen auf Wiedersehen.

Saalmeister/in: Du sorgst für einen reibungslosen Ablauf des Abends und unterstützt die Wortwechsler mit der Zeitanzeige (per Tablet).

Erinnerungs-Bewahrer/in: Du fängst mit deiner Kamera Geschichten und Gesichter ein und stellst uns die Fotos zur Verfügung.

Schau hier, wie du dabei sein kannst.

 

Wortwechsler gesucht!

 

Wenn du uns deine Geschichte erzählen willst, die zeigt, wie du die Welt besser machst, dann schau hier. Du kannst auch jemand anderen als WortwechslerIn nominiern.

 

Beim nächsten Mal dabei sein

 

Am 05. Dezember 2017 gibt es die nächste Gelegenheit, andere Weltverbesserer beim Wortwechsel in violett in München zu treffen. Wir treffen uns im Kitchen2Soul. Du kannst dir hier deinen Platz sichern. Tu das so schnell wie möglich und denk dran, dass die Ticketbox um 12 Uhr mittags am Tag der Veranstaltung schließt bzw. früher, wenn alle Plätze reserviert sind. Auf Meetup kannst du übrigens alles mitbekommen, was sich bis dahin tut.

 

Alle Weltverbesserer und wir Gastgeberinnen, Edith und Gaby, freuen uns jetzt schon auf dich!

 

PS: Auf Meetup gibt es ganz tolle Fotos vom letzten Wortwechsel in violett. Du kannst gerne welche herunterladen. Wenn du sie öffentlich verwendest, vermerke bitte immer die Fotografin: Julia Margeth Theuer, https://www.instagram.com/juliatheuer/

 

 

 

Augenzeugenbericht: So war die Premiere des Klub-Kamps

 

 

Hää, Klub-Kamp – was ist das denn?

von Maximilian Laufer

 

 

Diese Frage könnte ich nicht auf Anhieb, kurz und stichfest, beantworten.

Ich denke, das ist auch gar nicht notwendig. Zumindest rückblickend für mich persönlich nicht.

 

Es genügt, Gaby Feile zu kennen. Dann wird einem relativ schnell bewusst, dass sie die großartige Fähigkeit besitzt, Menschen zusammen zu bringen, die gut miteinander harmonieren. Dabei geht es oft weniger um gleiche Themen, als um eine gemeinsame Energie, die bei einem solchen Treffen entsteht. Ihr unkonventionelles und für alle offenes, variables Konzept eröffnet dabei Möglichkeiten und Wege, die sich auf natürliche Art entfalten.

 

Das hört sich jetzt vielleicht „esoterisch“ und schwer greifbar an. Mag sein. Fakt ist aber, dass beim ersten Klub-Kamp innerhalb kürzester Zeit Fakten, auch auf Papier, geschaffen wurden. Keine Powerpoints, kein Standard-Flipchart-Bullshit-Bingo und (ein besonderes Danke hierfür, Gaby) keine lähmend-vergleichende Business-Vorstellungsrunde. Für das erste, persönliche Kennenlernen wurde die Anfahrt via Bus hervorragend genutzt.

 

Nach einer kurzen Intro durch Gaby durfte jeder Teilnehmer sein Thema bzw. seine Frage an die Runde kurz vorstellen. Erst mal ohne Kommentare. Nur zuhören. Im Anschluss wurden die Fragen zu Papier gebracht und zunächst individuell durch das Team “beantwortet”. Hierzu wurden Schlagworte und Idee-Fragmente den Fragen zugeordnet. In einer gemeinsamen Abschlussrunde durften sich die Teilnehmer ihre Lieblings-Ratschläge aussuchen, mit denen sie beginnen/weitermachen wollten und wurden damit fotografisch festgehalten. Soviel zum „messbaren“ Ergebnis.

 

 

 

Unermesslich war für mich der menschliche Austausch und die umwerfende Energie, die in kürzester Zeit in diesem Team entstanden ist. Auch wenn die Teilnehmer aus unterschiedlichsten Bereichen kamen, bin ich mir sicher, wir hätten direkt gemeinsam ein Start-up gründen können. Danke, Gaby, für diese Motivation, die auch wieder in mir aufsteigt, sobald ich an diesen Tag in Unterdießen denke. Danke auch der Gastgeberin Evi für diesen Ort, sorry da kommt es wieder, voller greifbarer Energie. Letztendlich habe ich sogar ein Lied mitgesungen welches ich dermaßen hasse! An der Musikauswahl müssen wir noch arbeiten…

 

 

Um es doch noch auf den Punkt zu bringen. Drei Worte:

Mensch, Motivation, Vision

 

Jetzt kann ich nur sagen: Probiert es auch. Es wird sich lohnen!

 

Über den Autor:

Max Laufer ist CEO von Designmeetsmotion und Creative Director (Ressort Bewegtbild). Er war einer der Pioniere, die beim ersten Klub-Kamp im September 2017 dabei waren. Nicht nur hat er immense Kreativität eingebracht, er hat auch die Stimmung greifbar gemacht: für echte Erinnerungen.

 

Alle Fotos: Maximilian Laufer, designmeetsmotion.com

 

> Alles zum Klub-Kamp findest du übrigens hier.

 

 

Premiere des Klub-Kamps: da wärst du gerne dabei gewesen

 

 

Da wärst du gerne dabei gewesen:

Die Premiere des Klub-Kamps war grandios!

 

 

 

Die ganze Woche zeigte sich der September von seiner Herbstseite: grau, kalt, regnerisch. Der einzige Tag, der deutlich von den anderen abwich, war der Freitag. Und das kann man als gutes Omen sehen, denn an diesem Tag trafen sich 8 NeudenkerInnen & NeumacherInnen zum ersten Mal beim Klub-Kamp um gemeinsam ihre Vorhaben voranzubringen.

 

Als Pioniere sind sie es gewohnt, abzuweichen und gegen den Strom zu schwimmen. Und sie haben immer Gutes im Sinn: für ihre Teams und die Unternehmen, in denen sie arbeiten.

 

Premiere des Klub-Kamps Bus

 

Der Himmel strahlte tiefblau, kaum eine Wolke war zu sehen und das erste, was die Pioniere am Treffpunkt taten, war: ihre Jacken auszuziehen. Es ging per Minibus auf die A96 in Richtung Landsberg/Lech, ganz genau nach Unterdießen, ein kleines Dorf mit Charme. Dort gibt es das Domizil Via Claudia, eine ehemalige Schule, die zwischenzeitlich als Gießerei genutzt wurde und jetzt ein Seminar- und Ferien-Zuhause für Individualisten ist.

 

Schau den Film, wenn du fast „live“ dabei sein willst:

 

 

Dort waren bereits diejenigen eingetroffen, die aus der anderen Richtung angereist waren und begrüßten die anderen mit lautem „Hallo“. Es dauerte 3 Sekunden, bis sich alle vorgestellt hatten, und es war so, als ob wir uns alle schon ewig kannten. Eine komplizierte Vorstellungsgrunde war nicht nötig – und eh nicht geplant. Viel zu „normal“.

 

Keine Pausen – oder eine große Pause

 

Stattdessen fingen wir gleich an, von den leckeren Köstlichkeiten zu naschen, die uns unsere Seminarköchin frisch zubereitet hatte und kamen dann langsam zusammen, um wenigstens ein bisschen „geordnet“ zu arbeiten. Jede/r von uns hatte ein Thema mitgebracht, das zum Leben erweckt oder auf die nächste Stufe gebracht werden sollte.

 

Und schon als das erste Thema bekannt gegeben wurde, erstarrten alle vor Ehrfurcht. Uns wurde klar: Das ist Ernst, was wir hier tun! Gleichzeitig glänzten die Augen und alle rutschten ungeduldig auf ihren Stühlen herum.

 

Warum? Weil wir alle am liebsten sofort dieses Thema voll und ganz aufgesogen hätten und einen Weg zum Gelingen erstellen wollten! Da das den anderen gegenüber nicht fair gewesen wäre, schrieb Maria ihre Frage auf ein Flipchart und alle durften nacheinander ihre Themen vorstellen. Wir anderen stellten kurze Fragen, hielten uns aber noch zurück mit Lösungen.

 

Und mit Kritik, denn wir hatten einen Schwur geleistet, den „Schwur der Spinner“, der uns davon abhielt, Grenzen zu setzen und „ja, aber“ zu sagen. Denn es gibt nichts, das mehr frustriert, als Menschen, die sofort alles niedermachen, das man vorschlägt.

 

Es ergab sich eine hochwertige Sammlung aus 8 sehr relevanten Themen. Hier verrate ich ein paar Stichworte:

 

Die Menschen im Unternehmen für sich selbst und mehr begeistern.

In 4 Wochen einen „Urknall“ zum Thema neue Ausbildung auslösen.

Besuchern und Schülern das eigene Unternehmen und besseres Wirtschaften näher bringen.

Neudenker & Neumacher einfach und von Herzen finden.

20 Individuen zu einer neuen gemeinsamen Arbeitsweise anstiften.

Einfache Wege finden, um weniger zu grübeln.

Die große Vision des Geschäftsführers so entwickeln, damit sie alle verstehen.

Wunderbare Auszeiten kreieren, die halten, was sie versprechen.

 

Wird’s jetzt endlich konkret?

 

Die Spannung war kaum auszuhalten und schließlich folgten wir dem Vorschlag von Max und schrieben je bis zu 3 konkrete Vorschläge/Ansätze/Schritte für jedes Thema auf. Die Karten legten wir verdeckt auf die Flipcharts am Boden und als wir fertig waren durften alle „ihre“ umdrehen. Das war wie Weihnachten – nur besser! Denn: es gab Neues und Bestätigendes, Frisches und Machbares, Lustiges und Ernstes!

 

Und weil einem dann immer noch was einfällt, drehten wir, von Silke angeregt, noch eine zweite Runde, sodass wir nochmals Input bekamen! Ein Traum!

 

Premiere des Klub-Kamps Boden

 

Wir alle suchten uns den Ansatz aus, den wir im Moment am besten fanden und den wir innerhalb von 72 Stunden zumindest im ersten Schritt umsetzen konnten. Denn: wer nicht innerhalb von 72 Stunden mit etwas anfängt, fängt nie damit an.

 

Damit wir nicht kneifen, knipste uns Max mit der jeweiligen Karte – passenderweise im schönen Garten.

 

So sah das aus:

 

Premiere des Klub-Kamps Ergebnis

 

 

 

 

 

 

 

 

Premiere des Klub-Kamps Ergebnis

 

 

 

 

 

 

 

 

Premiere des Klub-Kamps Ergebnis

 

 

 

 

 

 

 

 

Premiere des Klub-Kamps Ergebnis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnis Klub-Kamp

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnis Klub-Kamp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klub-Kamp

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnis Klub-Kamp

 

 

 

 

 

 

Das Fazit:

 

Der Tag war unterhaltsam, lehrreich, aufregend, inspirierend, überraschend, wunderschön und wird natürlich wiederholt. Bei jedem Klub-Kamp wird es Überraschungen geben und eines ist sicher: verpassen will man das nicht!

 

Ach ja, es gab: Musik, Flash Mob, Comedy, Karaoke, Gymnastik, Geschenke, die ganze Zeit sehr gutes Essen und viel Herz. Und dennoch – oder genau deshalb – haben wir extrem gut gearbeitet.

 

Für dich!

 

Wenn du dich also als NeudenkerIn & NeumacherIn in deinem Unternehmen manchmal alleine fühlst und unser Kommplize oder unsere Kommplizin sein willst, trage dir die Termine für 2018 ein und mach gleich mal eins: Schreib mir eine E-Mail und sag mir, wann du Zeit für einen Plausch hast: persönlich, telefonisch oder per Skype.

 

Ich freue mich drauf!

Deine Kommplizin Gaby Feile

 

PS: Hier kannst du nachlesen, wie einer der Kommplizen das Klub-Kamp fand.

 

Alle Fotos: Maximilian Laufer,

designmeetsmotion.com

 

Über die Kommplizin:

Gaby Feile tut im Klub der Kommplizen das, was sie am besten kann: die richtigen Menschen zusammen bringen. Was dabei herauskommt, ist oft atemberaubend und immer gut fürs Herz!

Mehr über Gaby Feile

Alles über den Klub der Kommplizen

Und das Wichtigste zum Klub-Kamp

 

 

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, oder was?

 

 

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, oder was?

Kann man Gehälter fair und transparent gestalten?

 

 

 

Dienstag, 10 Uhr: Jour Fixe

Teilnehmer: Geschäftsführung und Personalabteilung

Inhalte: Aktuelles, Geplänkel, Unterschriften, Sonstiges

 

Als wir beim Punkt „Sonstiges“ ankommen, merken meine Kollegin und ich, dass sich die Geschäftsführer ziemlich auf diesen Tagesordnungspunkt freuen. Einer rückt dann heraus mit der Sprache: Er hat sich ein neues Gehaltsmodell ausgedacht. Warum? Weil er die ständigen Diskussionen um Geld leid ist, nicht mehr ständig Verhandlungen führen will und, vor allem, weil er die geplanten Zahlen auch erreichen und nicht ständig die Personalkosten nach oben anpassen will.

 

Die Idee: Wir legen die Bandbreiten der Stufen so eng wie möglich fest und kommunizieren diese im Bewerbungsprozess so, dass alle Neuen von Anfang an wissen, worauf sie sich einlassen und gar nicht erst auf die Idee kommen, nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Das ist es nämlich, was die „Stammbelegschaft“ ständig tut – mit Erfolg, weil sie wissen, dass das Risiko, sie zu verlieren, größer ist als das, ihnen mehr zu bezahlen. Leider wirkt sich das nicht auf die Fluktuation aus, denn sehr häufig erhalten wir Kündigungen kurz nach Vertragsanpassungen. Mit diesem Modell ändert sich daran aber nichts, weil es nur für die Neuen gilt. Diese werden quasi alle gleich bezahlt.

 

Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Denn meine Einstellung zum Thema Bezahlung ist eine ganz andere:

 

Was ist gleiche Arbeit?

 

Es ist relativ einfach zu sagen, dass jemand, der am Fließband jeden Morgen die gleichen Handgriffe wiederholt, dasselbe macht, wie der Kollege in der Spätschicht. Gleiche Arbeit also. Wie ist das aber bei Jobs, die nicht so austauschbar sind? Wissensjobs, von denen es heutzutage immer mehr gibt? Jobs für die man Spezialisten, Neudenker und Neumacher, Top-Talente will? Alles das, was Fabrikbesitzer während der Industrialisierung nicht haben wollten.

 

Fließbandarbeiter oder Innovatoren?

[bctt tweet=“Wer Menschen wie ersetzbare Fließbandarbeiter sieht, sollte diese auch so bezahlen: alle gleich“ username=“kommplizin“]

 

Unternehmen, die Menschen so behandeln, als wären sie jederzeit ersetzbare, devote Fließbandarbeiter, sollten diese auch so bezahlen: alle gleich. Und am besten macht man das öffentlich, sodass sich keiner unfair behandelt fühlt. Dafür braucht es noch nicht mal einen Tarifvertrag. Oder noch einfacher: man verlegt sein Geschäft nach China und wird genau diese Art Mitarbeiter dort finden.

 

Alle anderen, die attraktiv sein wollen für die Guten, für diejenigen, die etwas bewegen wollen und können, für die, die jedes Unternehmen braucht, wenn es zukunftsfähig bleiben will, brauchen einen neuen Blick auf das Thema Bezahlung: auf Augenhöhe.

 

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

 

 

Klare Kräfteverteilung

 

Solange Menschen als Bittsteller auftreten, die ihre Vorgesetzten überzeugen müssen, dass sie mehr Geld wert sind, ist Augenhöhe nicht gegeben. Man behandelt Menschen nicht wie gleichwertige Verhandlungspartner, sondern macht von vornherein klar: „Die Entscheidung fälle ich!“ Warum Gehaltsverhandlungen schief gehen, darüber habe ich hier schon einmal philosophiert.

 

Was ist eigentlich fair?

 

Gleichmacherei, das wissen wir nun, ist nicht unbedingt zielführend. Fairmacherei klingt besser, oder? Und beim Ausdruck fair denken wir auch, dass es gerecht ist. Nur: wer bestimmt das eigentlich? Hat nicht jeder von uns hat ein anderes Verständnis von fair?

 

Jemand, der jeden Tag eine Stunde zur Arbeit pendelt findet es selbstverständlich fair, dass man ihm das Zugticket bezahlt. Aber was ist mit denen, die nahe am Arbeitsplatz wohnen und dafür höhere Mieten zahlen? Sollten sie dann nicht einen Mietzuschuss bekommen, damit das Ganze fair bleibt?

 

Mutige Alternativen zum Nachmachen

 

Es gibt Unternehmen, die sich echte Gedanken zum Thema Gehalt gemacht haben. Folgende Modelle sind Schritte in die richtige Richtung:

 

Das Fußballer-Modell:

Genau wie mit Profi-Fußballern kann man festlegen, wie lange ein Arbeitsvertrag läuft und welche Leistungen und Zahlungen zugrunde liegen. Bei LinkedIn bekommen Mitarbeiter zum Beispiel 4-Jahres-Verträge, die nach 2 Jahren erstmals überprüft werden. Am Vertragsende heißt es nicht: wir trennen uns, sondern man bespricht ganz offen, was der nächste Schritt ist. So kann man selbst mitbestimmen, welches Projekt einen interessiert und was man als nächstes tun will.

Vorteile: Es gibt klare Zeitpunkte, zu denen man über die Vertragsinhalte spricht – und zwar über alles, nicht nur über das Gehalt. Die demütigende Terminanfrage für eine Gehaltserhöhung entfällt und man begegnet sich von Anfang an als gleichberechtigte Gesprächspartner.

Nebeneffekt: Die Bindung ans Unternehmen ist wahrscheinlich enger, weil man sich vertraglich verpflichtet hat, sodass die Fluktuation im besten Fall niedrig ist.

 

Das Transparenz-Modell:

Buffer, ein Social-Media-Unternehmen, hat für Furore gesorgt, als sie ihren Gehaltsrechner vorgestellt haben.

Wer sich bewirbt kann sich sofort online sein Gehalt berechnen lassen. Je nach Job gibt es ein Basisgehalt, das durch Erfahrung, Arbeitsort und Risikobereitschaft (entweder mehr Fixgehalt oder mehr Aktienoptionen) ergänzt wird. Weil man für Buffer überall auf der Welt arbeiten kann, ergeben sich für dieselben Positionen unterschiedliche Gehälter, je nach Markt. Allen gemeinsam ist, dass sie jährlich automatisch um 5 % steigen. Buffer geht sogar so weit, dass es online eine Liste veröffentlicht, in der die Gehälter aller Mitarbeiter stehen.

Vorteile: Das Verhandeln entfällt, weil man ganz klar weiß, in welcher Liga die Position angesetzt ist, und weil die persönlichen Attribute berücksichtigt werden.

Nebeneffekt: Buffer hat durch seine transparente Führung viel öffentliche Aufmerksamkeit bekommen. Das lockt neue Mitarbeiter an, weil es attraktiv ist.

 

Das Baukasten-Modell:

Das Münchner Unternehmen CalCon AG hat viel ausprobiert: Zuerst gleiches Gehalt für alle, dann Einsteiger niedriger bezahlen und schließlich die Arbeitszeiten von allen streng kontrollieren. Nichts war auf Dauer praktikabel.

Die Lösung: Es gibt ein maximal erreichbares Gehalt, das an 40 Stunden/Woche, eine feste Kernarbeitszeit und 24 Urlaubstage gebunden ist. Alles, was davon abweicht, kann man aushandeln – und wird vom Maximalgehalt abgezogen: Flexible Arbeitszeiten, Home Office, mehr Urlaub oder Dienstwagen. Jährlich kann man seinen Baukasten neu zusammenstellen. Gehaltserhöhungen gibt es nur bei neuen Aufgaben.

Vorteile: Transparenz und eigenständige Entscheidung der Mitarbeiter, welche Vertragsinhalte ihnen am wichtigsten sind.

Nebeneffekt: Neidische Vergleiche unter Kollegen entfallen.

Bonus: Wer lieber Bayerisch liest, besucht die bayerische Website.

 

Eines ist klar: Nicht jedes dieser Modelle wird Fürsprecher finden. Und es wird auch nicht ein Modell geben, das alle Unternehmen anwenden können. Das ist auch gut so, denn so kann man sich das Unternehmen aussuchen, das den eigenen Bedürfnisse am besten entspricht.

 

Allerdings: Wer sich New Work wünscht, wünscht sich oft auch mehr Freiheit. Und Freiheit kommt im Tandem mit (Selbst-)Verantwortung und hat Sicherheit nicht immer im Gepäckträger.

 

-meint deine Kommplizin Gaby Feile

 

Über die Kommplizin:

Gaby Feile ist der Meinung, dass Menschen nicht möglichst billig eingekauft werden sollten, sie sind nämlich keine Ressourcen. Sie ist für Verhandlungen ohne Tricks – und wenn mit Tricks, dann mit denen, die alle kennen ;-).

Mehr über Gaby Feile

 

Hinweis: Dieser Artikel ist die neuere Version eines Textes, den ich im Jahr 2016 schon einmal veröffentlicht habe. Für die Blogparade #newpay von CO:X habe ich ihn angepasst und angereichert.

 

Alles, außer Hochdeutsch – auch in Hongkong

 

 

Alles, außer Hochdeutsch

Wie ich in Hongkong mit meinem Dialekt überzeugte

 

 

 

Kurze Zeit, nachdem Hongkong von den Briten an China zurückgegeben wurde, verbrachte ich 1 Jahr in dieser exotischen Stadt. Ich war in jungen Jahren bei einer großen deutschen Bank tätig und wurde als Expat entsandt, um vermögende Privatkunden zu beraten.

 

Meine Vorgängerin arbeitete mich in den ersten Wochen ein und machte Termine mit vielen Kunden, um mich vorzustellen. Ach, wie freute ich mich, als mir in einem Termin eine Dame aus meiner baden-württembergischen Heimat gegenüber saß. Sie war zwar schon sehr lange in Hongkong, aber ihr Dialekt war für mich deutlich zu hören. Und tatsächlich: es stellte sich heraus, dass ihre Heimatstadt nur rund 30 Kilometer von meiner entfernt lag, im selben Landkreis.

 

Ich hatte damals noch ein bisschen Heimweh und sagte im Gespräch, dass es mich sehr freue, ein bisschen schwäbisch schwätza zu können. Der Kundin ging es genau so. Nur meine Kollegin war nicht so zufrieden damit. Sie sprach reinstes Hochdeutsch und nahm mich nach dem Gespräch zur Seite.

 

Ohne Vorwarnung warf sie mir an den Kopf:

„Also das ist ja so was von unprofessionell, wie du mit der Kundin umgegangen bist. Wie kannst du nur mit ihr Dialekt sprechen?“

 

Ich, damals mit 24 rund 10 Jahre jünger als meine Kollegin, war ins Mark getroffen. Und ich fühlte mich wie eine dumme Landpomeranze. Und das, obwohl ich mit ihr und mit allen Nicht-Schwaben immer gutes Hochdeutsch sprach, das also sehr wohl konnte. Für mich war das eher ein Zeichen von Kundenorientierung, wenn ich mich auf die Sprechweise des Gesprächspartners einlassen konnte.

 

Es geht auch anders

 

Rund 10 Tage später hatte ich mit eben jener Kollegin und einer anderen Deutschen einen Termin beim German Speaking Ladies Club. Wir waren eingeladen, um über Vermögensanlagen zu sprechen – vor rund 150 Damen, die alle potenzielle Kundinnen waren. Meine beiden Kolleginnen sprachen über Aktien und Renten und ich übernahm den Bereich Wertpapierfonds. Dafür, dass ich noch nie einen Vortrag vor so vielen Leuten gehalten hatte, machte ich das richtig gut. Der Applaus bezeugte das und auch die Kommentare der Damen, die ich später erhielt.

 

Ich war, aufgrund der Erfahrung mit meiner Kollegin, sehr verunsichert und antwortete den Damen immer sehr bescheiden: „Sie haben bestimmt meinen Akzent gehört und wissen jetzt, woher ich komme!“

 

Und weißt du, was die Antwort war: „Sie haben verständlicher und unterhaltsamer gesprochen als Ihre beiden Kolleginnen. Und Ihr Akzent, den man kaum hört, macht das Ganze noch charmanter.“

 

Damit war das Drama für mich zum Glück „aufgearbeitet“.

 

Es hat mir nicht geschadet

 

Ich habe danach im Laufe meiner Tätigkeit in Honkong regelmäßige Workshops veranstaltet, in denen ich Frauen die Börse erklärte – ganz praktisch und bei Kaffee und Kuchen. In deutsch und englisch – und alles zusätzlich zu meiner „normalen“ Arbeit und außerhalb der Arbeitszeiten. Von Verständnisschwierigkeiten oder Unprofessionalität habe ich nie wieder etwas gehört. Dafür habe ich damit für die Bank neue Kunden (oder wie wir sagten: neues Geld) gewonnen.

 

Feedback, das lernte ich dadurch, sollte man nie ungefragt geben – und auch nie persönlich nehmen, wenn es negativ ist

 

-weiß deine Kommplizin Gaby Feile jetzt

 

PS: Meine Kollegin wurde übrigens von Hongkong nach Stuttgart versetzt…

 

Über die Kommplizin:

Gaby Feile war schon in jungen Jahren eine Neumacherin, die Dinge durchgezogen hat. Das fühlt sich rückblickend toll an, sagt sie heute.

Mehr über Gaby Feile und ihren ungewöhnlichen Werdegang

Kommplizen-Box für dich

 

So ticken Neudenker & Neumacher

 

 

Neudenker & Neumacher

So ticken sie und das tun sie!

 

 

 

Wer neudenkt und neumacht hat es nicht leicht: man schwimmt gegen den Strom, ist alles, bloß nicht Mainstream und fällt aus dem Rahmen. Neudenker und Neumacher (w/m) können sich Dinge vorstellen, die bei anderen Herzrasen und Magenschmerzen verursachen. Und: sie können sie sogar realisieren. Spätestens dann haben auch die Zweifler was davon – nur Gutes!

 

Was NeudenkerInnen & NeumacherInnen nicht tun, ist, in bestehenden Systemen zu denken. Also das, was viele PolitikerInnen tagtäglich tun. Statt sich über ein besseres Rentensystem Gedanken zu machen, wird einfach am alten System rumgeschraubt. Was rauskommt ist meist Mist – aber es wird gerne als bahnbrechende Idee verkauft.

 

In Unternehmen gibt es das auch. Statt Dinge grundsätzlich in Frage zu stellen und vielleicht sogar Altbackenes abzuschaffen, werden oft noch mehr Werkzeuge, Methoden und Menschen eingesetzt, die dazu dienen, das System zu erhalten.

 

Ein Beispiel:

 

Ein Mitarbeiter kommt zu seiner Vorgesetzten und berichtet von seinem Arztbesuch. Seine häufigen Rückenschmerzen kommen wohl daher, dass er so viel sitzt bei der Arbeit.

Die meisten Chefs werden wohl Folgendes tun:

Entweder sie sagen, der Mitarbeiter kann sich selbst um einen neuen Stuhl kümmern oder sie sind großzügig und schaffen einen ergonomischen Stuhl und vielleicht sogar ein Stehpult an.

Was tun Neudenker und Neumacher (w/m)?

Sie wissen, dass Rückenschmerzen vielerlei Ursachen haben können und dass eine einseitige Haltung nicht sehr förderlich für den Weggang der Schmerzen ist. Sie sprechen also mit dem Mitarbeiter, um festzustellen, wie genau sein Arbeitsalltag aussieht. Gemeinsam finden sie heraus, dass es viele Möglichkeiten gibt, die Arbeitshaltung abwechslungsreicher zu machen, denn es ist das viele Sitzen, das so schädlich ist, nicht der Stuhl.

Im Idealfall findet der Mitarbeiter selbst Wege, wie er häufiger aufsteht und sich mehr bewegt. Er kann zum Beispiel immer im Stehen telefonieren, er kann den Drucker so platzieren, dass er jedes Mal aufstehen muss, um die Blätter zu holen und er kann, statt ein Chatprogramm zu nutzen, zu seinen Kollegen hingehen, um mit ihnen zu sprechen. Das hat auch den Vorteil, dass die Kommunikation besser und direkter wird.

Noch einen Schritt weiter geht man, wenn man sich fragt, ob die Aufgaben des Mitarbeiters ausschließlich am Schreibtisch zu erledigen sind, oder ob manches auch anders geht. Braucht man wirklich alles als Word-Dokument oder Excel-Tabelle oder könnte man auch Skizzen zeichnen z.B. auf beschreibbare Wände. Womöglich kann man bestimmte Tätigkeiten, die man automatisch mit der Tastatur und der Maus erledigt, komplett weglassen?

 

Alle gewinnen

 

Da es vermutlich viele Mitarbeiter gibt, die ein ähnliches Problem haben, kann man als Unternehmen überlegen, wie man mehr Bewegung in den Alltag einbaut: zum Beispiel kann man Meetings im Stehen machen und man kann die Leute (unterhaltsam) ermuntern, die Treppen zu nehmen, statt den Aufzug. Bei Feinkost Käfer in München steht zum Beispiel auf jeder Stufe zur Kantine die gesammelte Zahl der Kalorien, die man verbrennt, wenn man zu Fuß hochgeht.

Und warum muss man eigentlich in der Kantine oder in den Pausenräumen auch noch sitzen, wenn man eh schon den ganzen Tag auf einem Stuhl verbringt? Stehtische können auch hier gute Dienste leisten. Wenn der Weg zur Kantine mit Bewegung verbunden ist, hilft das ebenfalls. Dasselbe gilt für den Weg vom Parkplatz zum Arbeitsplatz. Bei VAUDE sind die Parkplätze absichtlich recht weit weg vom Eingang.

Natürlich kann man darüber hinaus noch Gymnastikstunden anbieten oder Sportgeräte und auch ergonomische Arbeitsplätze schaden nicht. Und: man kann mit Mitarbeitern, die von Rückenschmerzen betroffen sind, Gespräche führen, um herauszufinden, ob es andere Gründe für die Schmerzen gibt. Ein großer Teil der Rückenbeschwerden hat nämlich psychische Ursachen. Eventuell ist die Arbeitsbelastung zu groß oder die Stimmung im Team ist schlecht. Womöglich sind es auch private Themen, die der Grund für die Anspannung sind.

All das sind jedenfalls Ansätze, die NeudenkerInnen und NeumacherInnen auf den Tisch bringen – statt den bequemen Weg zu gehen und einen neuen Stuhl zu kaufen.

 

Und das machen Neudenker & Neumacher (w/m) sonst noch:

 

Birgit, die seit über 10 Jahren ein Hotel managt und dieses sogar vor der Insolvenz gerettet hat, hat einen Weg gefunden, wie man 6-Stunden-Arbeitstage für alle einführt – ohne Gehaltsverzicht.

 

Die Personalerin Annette nutzt in ihrem konservativen Umfeld sehr moderne Online-Marketing-Methoden um neue Mitarbeiter zu finden und kann sich eine Zukunft vorstellen, in der Unternehmen der Region kooperieren und gemeinsam ihre Mitarbeiter weiterentwickeln und voranbringen.

 

Jürgen, ein Teamleiter, will seinen Mitarbeitern die Möglichkeit geben, ihre Stärken und Fähigkeiten einzusetzen, statt viele Tätigkeiten zu machen, die andere besser können. Für Kunden und für die Kollegen ist das ein großer Vorteil, da Spezialisten meist motivierter sind und viel lieber und besser arbeiten.

 

Die Assistentin Miriam ist schnell unterfordert und macht den Job des Chefs besser als er selbst. Sie sucht sich deshalb ihre eigenen Projekte und entwickelt einen Workshop zum Thema Kundenkommunikation, den sie intern anbietet und abhält.

 

Der Marketingmanager Thomas initiiert selbständig einen Workshop für das Management, um die Positionierung des Unternehmens klar herauszuarbeiten und zu festigen. Weil er weiß, dass dies Mitarbeitern und Kunden zugute kommt.

 

Neudenker & Neumacher tun was!

 

Nicht immer ist es einfach!

 

Wer jetzt denkt: das sind ja alles Dinge, die mir auch einfallen könnten, hat Recht. Jede/r hat die Möglichkeit, am Arbeitsplatz etwas zum Besseren verändern. Aber nur Wenige tun es auch. Denn Machen bedeutet Risiko. Solange man nur darüber nachdenkt, passiert ja nichts. Und das ist genau der Punkt: es passiert nichts, denn denken alleine ist unfruchtbar.

 

Wenn du dich traust, Dinge auszuprobieren, Experimente zu starten und die Verantwortung dafür zu übernehmen, bist du ein echter Neumacher / eine echte Neumacherin!

 

Verbündete + Freiraum + Vertrauen + Zeit

 

Noch besser geht das übrigens, wenn man Verbündete hat, die wollen, dass man erfolgreich ist. Dann entstehen Dinge, die man sich nicht mal im Traum vorstellen konnte.

„Ich möchte gerne Menschen finden, die mich nicht blöd anschauen, wenn ich von meinen Ideen und Vorhaben berichte“, sagt zum Beispiel Birgit.

„Alleine etwas umzusetzen ist sehr anstrengend und kann frustrierend sein!“ meint Thomas.

„Mir fehlt oft die Zeit, mich intensiv mit einem Projekt zu beschäftigen. Wenn ich mal einen Tag in Ruhe daran arbeiten könnte, käme ich besser vorwärts“, wünscht sich Jürgen.

 

Da kann man doch regelrecht entzückt sein, wenn man den Klub der Kommplizen entdeckt, oder?

 

– fragt deine Kommplizin Gaby Feile

 

PS: Wenn Neudenker & Neumacher (w/m) kündigen, kann das dramatische Folgen haben.

 

Foto: gratisography.com

 

Über die Kommplizin:

Gaby Feile liebt es, wenn Experimente funktionieren. Sie hat schon einige ausprobiert und sagt: nur wer es versucht hat, kann mitreden!

Mehr über ihre Experimente

 

Kommplizen-Box für dich

 

Wortwechsel in violett: von Herzen und mit Mut etwas tun

 

 

Die Welt braucht uns

Wortwechsler bewegen Menschen

 

 

 

Wie bringt man Menschen zusammen, die glauben, dass jeder von uns die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen kann? Die selbst etwas zu einer besseren Welt beitragen und andere inspirieren – und sich inspirieren lassen wollen?

 

Man lädt sie zu einer Talkshow ein, die anders ist als alle anderen! Mit Gästen, die wahre Geschichten erzählen, statt Folien zu präsentieren. Und die zeigen, dass „Weltverbessern“ auch im Kleinen funktioniert. Anders als im Fernsehen soll die Gesprächsatmosphäre positiv sein, man lässt andere ausreden, beharrt nicht auf seinem Standpunkt und trägt dazu bei, dass am Ende etwas Positives für alle Anwesenden herauskommt.

 

Beim Friseur duftet es nach Vanille

 

Das noch junge Café Herzwerk fällt aus dem Rahmen: es hat nämlich einen angeschlossenen Friseursalon. Besser gesagt: Zum Friseur kam ein Café dazu, und so kann man, während man eine neue Frisur bekommt, den Duft von Vanille aus der Küche riechen und sich nach der frischen Haarfarbe ein gesundes Mahl gönnen. Und wer nicht genug bekommt, nimmt an einer der vielen bunten Veranstaltungen teil, die regelmäßig stattfinden.

 

Auf Renate Döring trafen unsere Gäste zuerst, als sie durch den Friseursalon eintraten. Sie setzte den Ton für einen gelungenen Abend – als Direktorin des ersten und letzten Eindrucks.

 

Und es ging los

 

Wortwechsel in violett EdithModeratorin Edith Roebers von Service Experts, die wieder einmal eine Location gefunden hat, die hundertprozentig zum Konzept und zu den Menschen passt, eröffnete den Abend und erzählte noch einmal davon, wie der Wortwechsel in violett entstand. Vor 364 Tagen, am 6. September 2017, waren Edith und ich beim Co-Worken in Kramsach in Tirol, und als Ergebnis dieses bereichernden Tages, kam am Abend die Idee zu einer besonderen Talkshow zu mir. Die Zeit war reif und wir machten es!

 

Christina Syndikus, die diesmalige Saalmeisterin hatte die Zeit fest im Griff (in Form eines Tablets) und die Wortwechsler konnten sicher sein, dass sie im Rahmen blieben. Kora Milter hielt dieses Mal die Erinnerungen per Kamera fest und erzählte, wie ideal der Wortwechsel für sie ist, um Erfahrungen im fotografischen Bereich zu sammeln.

 

Den Kuchen für alle größer machen

 

Wortwechsel in violett: Marion und Mira

Mira Champion und Marion Ipoliy, die Gastgeberinnen im Café Herzwerk bestätigten uns, dass „entweder oder“ keine Option ist, „sowohl als auch“ hingegen schon. Man kann beides haben: Familie und Selbständigkeit, Australien und Europa, Café und Friseur.

Und sie zeigten uns auf, wie wichtig und richtig es ist, Entscheidungen zu treffen und JA zu sagen. Die Option, das Café an den Salon anzuschließen, tat sich recht plötzlich auf – und sie haben zugegriffen, obwohl von der Bank noch keine Zusage da war. Dieser erste mutige Schritt öffnete nicht nur eine ganze Wand, sondern viele Türen zu Helfern, die den Traum möglich machten: Einrichtung, Website und Logo – all das und noch mehr entstand mit einem besonderen Team aus Familie und Freunden. Es geht also! Ihre Männer haben übrigens auch einen Platz im Herzwerk – und Aufgaben.

 

Die Welt von der Basis verändern – ohne Angst

 

Wortwechsel in violett BerndBernd Bötel von fairnetz.org beeindruckte alle als er erzählte, dass er als Kind unter dem Einfluss seines Vaters und dessen Nazi-Ideologie stand. Er fand kein Verständnis bei anderen Erwachsenen und hatte buchstäblich Angst vor Menschen. Viele Jahre brauchte es, bis er erkannte, was diese Erfahrung ihm mitgegeben hat. Sie führte dazu, dass er mit einigen Mitstreitern eine Initiative gründete, die für Furore sorgen kann, weil sie gesellschaftliche Strukturen zusammen mit denen, die es betrifft, besser gestalten will. Das kann zum Beispiel das Bildungssystem sein. Die Initiative, die auf der gewaltfreien Kommunikation basiert, nimmt aktuell an einer Ausschreibung eines schwedischen Milliardärs teilnimmt, die sich am 30. September entscheidet. Wir werden berichten, wenn sich etwas tut und drücken die Daumen. Eines ist sicher: die Welt wird eine andere sein, und wir können daran mitwirken. Bernd macht das übrigens als Hobby, sein Beruf ist Gitarrenlehrer.

 

Wie der Wortwechsel bewegt

 

Auch dieses Mal hörten wir wieder tolle Geschichten darüber, was der Wortwechsel in violett ausgelöst hat. Von zukünftigen Fernsehrollen war ebenso die Rede wie von neuen Herzensprojekten und dem Vorhaben, im Ruhestand nochmals etwas beizutragen zu einer besseren Welt. Geschäftskontakte, Kooperationen und Freundschaften – all das hat der Wortwechsel hervorgebracht. Und bestimmt kommt da noch mehr.

 

Ganz besonders dankten wir dieses mal Anja Martina Bürk-Deharde, die mit 5 Besuchen zu unseren treuesten Gästen zählt. Anja Martina hatten wir es zu verdanken, dass wir im Café Herzwerk waren, denn sie hat den Kontakt hergestellt – als langjährige Kundin im Friseursalon. Anja Martina war selbst schon als Wortwechslerin aktiv und erzählte ihre Geschichte, und sie übernahm schon einmal die Rolle der Direktorin des ersten und letzten Eindrucks. Auf die Frage, was sie am Wortwechsel so gerne mag, antwortete sie uns:

 

  • Euren Charme und wundervolle wertschätzende Art, wie ihr mit Menschen umgeht und durch den Abend führt.
  • Die tollen inspirierenden Gespräche und Kontakte, die ich mache.
  • Die vorgestellten Themen, die mir Mut machen, dass es außer mir viele Menschen gibt, die über den Tellerrand schauen, bewusst leben und mit ihren Ideen und Projekten die Welt bereichern und damit auch verbessern.

 

Anja bekam unseren Pokal: einen Kaffeebecher zum Mitnehmen, mit dem sie jedes Mal, wenn sie ihn benutzt, die Welt verbessert: er ist aus dem tollen Material Bambus ohne Giftstoffe hergestellt und zeigt: die Weltkarte.

 

Wortwechsel in violett Anja Martina

Die Jubilarin Anja Martina in der Mitte

 

Dem Leben Beine machen

 

Wortwechsel in violett Isabella MariaWas es heißt, immer wieder einen Scherbenhaufen aufzukehren, davon kann Isabella Maria Weiss viele Geschichten erzählen. Wir erfuhren, dass sie ihre erfolgreiche Karriere als Haute Couture Schneiderin nach 16 Jahren an den Nagel hängte, um endlich das Leben zu leben, das ihres ist. Doch das war schwerer als gedacht. Immer wieder fing sie neu an, und immer wieder kam es anders. Doch jetzt hat Isabella Maria ihren Weg gefunden – und geht ihn stückweise gerne mit anderen. Das kann man wörtlich nehmen, denn sie begleitet Menschen gehend dabei, ihre Themen aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen – und sie anzugehen. Isabella Maria Weiss bewegt! Übrigens geht sie zu jeder Jahreszeit in Barfußschuhen, die den Füßen den besten Platz bieten. Wir dürfen hoffen, dass es bald schicke Barfußschuhe gibt – designt von Isabella Maria Weiss.

 

Herzklopfen heißt: du bist am Leben

 

Wortwechsel in violett GabyFür mich ist der Wortwechsel in violett eine Art Labor, in dem ich mich selbst erforschen kann. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, dieses Mal Dinge zu erzählen, die nur wenige Menschen wussten – bis jetzt. Wie dramatisch mein Leben begann, wie mein Herz sich an verschiedenen Stellen ziemlich heftig meldete und wie das alles zusammenhängt, wenn man es rückblickend betrachtet, das kam in meiner Geschichte vor. Außerdem wird klar, warum ich das tue, was ich tue, und was meine Aufgabe ist. Meine Erkenntnis: Wenn wir unser Herz, auch im Geschäftsleben, angeschaltet lassen, treffen wir immer die richtige Entscheidung. Tun wir es!

Die ganze Geschichte, die 1975 begann, kann man hier nachlesen – es gibt sogar ein ganz „altes“ Foto von mir. Und es wird klar, was mein Ansinnen im Klub der Kommplizen ist.

 

Und das sagten die Gäste:

 

„Immer wenn ich beim Wortwechsel bin, komme ich spürbar zur Ruhe erlebe einen entspannten und bereichernden Abend mit positiven Menschen.“

„Ich werde inspiriert von den Leuten, die beim Wortwechsel sind und bin sicher, dass mir durch den Einfluss der Weltverbesserer eine Aufgabe zufällt, mit der ich zu einer besseren Welt beitragen kann.“

„Dass wir jedes Mal neue Locations samt besonderen Gastgebern kennen lernen, macht den Wortwechsel in violett so besonders.“

 

Das war das Team:

 

Wortwechsel in violett bewegt das Team

Das Team: Isabella Maria, Kora, Renate, Marion, Bernd, Mira, Christina, Gaby, Edith

 

Alle Fotos: Kora Milter, instagram.com/km.design

 

Wer einmal zum Team gehören will, kann gerne eine von drei Aufgaben übernehmen:

 

Direktor/in für den ersten und letzten Eindruck: Du begrüßt unsere Gäste, informierst sie über den Abend und rundest ihn ab mit einem herzlichen auf Wiedersehen.

Saalmeister/in: Du sorgst für einen reibungslosen Ablauf des Abends und unterstützt die Wortwechsler mit der Zeitanzeige (per Tablet).

Erinnerungs-Bewahrer/in: Du fängst mit deiner Kamera Geschichten und Gesichter ein und stellst uns die Fotos zur Verfügung.

Schau hier, wie du dabei sein kannst.

 

Wortwechsler gesucht!

 

Wenn du uns deine Geschichte erzählen willst, die zeigt, wie du die Welt besser machst, dann schau hier. Du kannst auch jemand anderen als WortwechslerIn nominiern.

 

Beim nächsten Mal dabei sein

 

Am 24. Oktober 2017 gibt es die nächste Gelegenheit, andere Weltverbesserer beim Wortwechsel in violett in München zu treffen. Wir treffen uns im Rebella Bex Café, Sonnenstraße 23, München. Du kannst dir hier deinen Platz sichern. Tu das so schnell wie möglich und denk dran, dass die Ticketbox um 12 Uhr mittags am Tag der Veranstaltung schließt bzw. früher, wenn alle Plätze reserviert sind. Auf Meetup kannst du übrigens alles mitbekommen, was sich bis dahin tut.

 

Alle Weltverbesserer und wir Gastgeberinnen, Edith und Gaby, freuen uns jetzt schon auf dich!

 

PS: Auf Meetup gibt es ganz tolle Fotos vom letzten Wortwechsel in violett. Du kannst gerne welche herunterladen. Wenn du sie öffentlich verwendest, vermerke bitte immer die Fotografin: Kora Milter samt Link: instagram.com/km.design

 

 

Die Wirtschaft braucht mehr Herz!

 

 

Ohne Herz sind wir tot!

Die Wirtschaft braucht mehr Herz – unbedingt

 

 

 

März 1975

 

An einem Freitag Nachmittag gegen 16 Uhr fährt ein roter Ford Capri mit leicht überhöhter Geschwindigkeit auf der Landstraße in Richtung Stadt. Am Steuer sitzt ein junger Mann mit schulterlangen, leicht gelockten Haaren – wie sie halt in Mode sind. Er ist sichtlich nervös und redet nichts.

 

Neben ihm sitzt eine junge Frau. Ihr sieht man deutlich an, dass es ihr nicht gut geht. Voller Angst hängt sie im Sitz und hält sich am Türgriff fest. Schweißperlen stehen ihr auf der Stirn. Sie hat Schmerzen, ja mehr als das, sie hat Wehen. Sie bekommt ihr erstes Kind und hofft, dass sie rechtzeitig im Krankenhaus ankommen. Ihren Mann konnte sie nicht erreichen, er ist bei der Arbeit. Also musste ihr Bruder einspringen.

 

Es klappt: gerade noch rechtzeitig kommen sie in der Klinik an. Kaum ist die junge Frau im Kreißsaal, bringt sie auch schon ihr Baby zur Welt. Eines mit relativ vielen und langen schwarzen Haaren – ganz der Mode entsprechend. Es ist ein Mädchen.

 

Und dieses Mädchen bin ich!

 

Mehr Herz

 

Nicht nur, dass ich fast im Sportwagen meines Onkels zur Welt komme. Nein, ich habe es so eilig, dass ich auch noch 2 Monate vor dem errechneten Geburtstermin das Licht der Welt erblicke. In den 1970er Jahren ist das ein ziemliches Drama.

 

Die Ordensschwestern, die die Frauenklinik betreiben, reagieren gefasst und machen erst mal eines: eine Nottaufe. Mit dem Segen von oben ist alles einfacher.

 

Die nächsten drei Stunden werde ich gründlich untersucht. Die Ärzte teilen meiner Mutter mit, dass sie einige Defekte an mir festgestellt haben, zum Beispiel sei meine Zunge zu lang und ich hätte einen Herzfehler.

 

Nachdem schließlich alles an mir durchgecheckt war, bringt man mich in einen Krankenwagen und ich fahre zusammen mit dem Notarzt in die rund 20 Kilometer entfernte Kinderklinik. Meine Mutter fährt nicht mit, sie hat ja schließlich gerade ein Baby zur Welt gebracht.

 

In der Kinderklinik wartet schon ein Brutkasten auf mich. Ich werde verkabelt und verbringe die nächsten vier Wochen in einem warmen Kasten aus Glas. Fremde Leute kümmern sich um mich. Und ich habe ganz viel Zeit, über das Leben nachzudenken, das auf mich zukommt!

 

Als ich schließlich entlassen werde und mein Leben endlich anfängt, geht es mir gut. Ich habe zugenommen und all die vorher festgestellten Defekte haben sich nicht bestätigt. Mein Herz schlägt kräftig und ohne Fehler!

 

40 Jahre später, im Jahr 2015

 

Ich sitze im Schneidersitz auf dem Boden und meditiere und bekomme plötzlich eine ganz klare Eingebung: „Buche einen Flug nach Dubai.“

 

In Dubai hatte ich vor einiger Zeit 2 Jahre gelebt und gearbeitet, ich bin aber seit 5 Jahren nicht mehr dort gewesen, nichts zog mich hin. Was ich dort soll, ist mir schleierhaft, aber ich setze mich tatsächlich hin und buche den Flug.

 

Zwei Tage nach meinem Geburtstag sitze ich schließlich im Flugzeug, das ist der Tag, an dem die German Wings Maschine in den Alpen abstürzt. Ich verbringe eine relativ entspannte Woche in Dubai, in der nichts außergewöhnliches passiert. Nur am letzten Tag treffe ich einen Bekannten, der mich fragt: „Hast du das von Giorgio gehört?“ Ich verneine und er erzählt mir, dass Giorgio Ungania, ein Italiener, den in Dubai viele kannten, kurz vor Weihnachten plötzlich gestorben ist. Er war 44, hinterlässt Frau und Kind und starb an Herzversagen.

 

Obwohl ich Giorgio nie persönlich getroffen habe, hat er mein Leben stark beeinflusst. Er organisierte nämlich 2009 die erste TEDx-Konferenz in Dubai, und ich war dabei. Dieses Erlebnis hat alle Teilnehmer total entfacht. Ich habe danach beschlossen, zu kündigen und mich selbständig zu machen! Giorgio war jemand, der intensiv gelebt und viele bedeutsame Dinge gemacht hat.

 

Die Jahre 2015 und 2016: Abschiede über Abschiede

 

Erst im September des Jahres 2015 denke ich wieder intensiv an dieses Ereignis. Denn das ist der Zeitpunkt, ab dem ich plötzlich an allen Ecken und Enden mit dem Tod in Berührung komme. Zum Glück nicht in meinem ganz engen Umfeld, aber doch so nah, dass es mich nicht kalt lässt und sich wie eine emotionale Achterbahnfahrt anfühlt.

 

Es beginnt mit Scott Dinsmore, einem 32-Jährigen, der während seines Traums, den Kilimandscharo zu besteigen, tödlich verunglückt. Das erfahre ich von TED.com, die sein Video zeigen, das schon ein bisschen älter ist. Das zu schauen und zu wissen, dass dieser junge, enthusiastische Mann nicht mehr lebt, ist sehr bedrückend. Ich weine bittere Tränen, obwohl ich Scott gar nicht kenne.

 

Am selben Wochenende stirbt einer der Kronprinzen von Dubai, ein erfolgreicher Reiter, er ist 33. Im Laufe der folgenden Monate werde ich immer wieder aufgeschreckt durch Todesnachrichten. Musiker Roger Cicero, Schauspielerin Miriam Pielhau und die Sportmoderatorin Jana Thiel sind in etwa so alt wie ich, als sie überraschend sterben. Guido Westerwelle, Prince, George Michael sterben in ihren 50ern. Und es gibt einige, die sehr viel jünger sind als ich, als sie sich verabschieden. Der Kanu-Trainer Stefan Henze wird 35, der Schauspieler Anton Yelchin (Star Trek) stirbt mit 27 und der Fußballer Niklas Feierabend mit nur 19. Alle drei sterben bei Unfällen.

 

Mir geht jedes Mal im Kopf herum: Wenigstens haben diese Menschen alle etwas aus ihrem Leben gemacht. Wahrscheinlich haben sie ihre Aufgaben erfüllt.

 

Und ich frage mich immer öfters: Was ist, wenn ich morgen sterbe? Habe ich meine Aufgaben im Leben erfüllt?

 

Mai – Oktober 2016

 

Eine Weile brauche ich, aber dann bin ich so weit: ich kündige im Mai meine Teilzeitstelle und arbeite  noch intensiver an meiner Aufgabe. Zu dieser Zeit heißt sie: dafür zu sorgen, dass es mehr Unternehmen gibt, in denen Menschen mit ihren Stärken und Talenten eine passendes Arbeitsumfeld finden.

 

Mittlerweile formuliere ich das so: Wir machen Unternehmen zu Lieblingsplätzen für alle!

 

Im September ist mein letzter Arbeitstag. Ein paar Wochen vorher passiert etwas Komisches: Mein Herz pocht plötzlich ganz laut und stark – und zwar die ganze Zeit. Ich habe ein beklemmendes Gefühl im Brustraum und gehe irgendwann zu meiner Ärztin. Sie ist sehr beunruhigt, nimmt Blut ab und hängt mich ans EKG. Dieses ist zwar nicht allzu auffällig, aber man erkennt Unregelmäßigkeiten im Herzschlag. Die Ärztin verschreibt mir einen Beta-Blocker (das ist ein Medikament, das den Herzschlag reguliert), zwar in der kleinsten Dosis, aber sie meint, das hilft mir. Und ja, es hilft, aber ich werde davon extrem müde. Also lasse ich die Tabletten wieder weg, was aber dann das Herz wieder zum Rasen bringt.

 

Weil ich am 1. Oktober in Urlaub nach Kalifornien fliege, gehe ich einen Tag vorher nochmals zu meiner Ärztin und bitte sie, mir ein natürliches Mittel mitzugeben, das ich – ohne Nebenwirkungen – nehmen kann. Sie ist äußerst nervös und würde mich am liebsten zum Kardiologen schicken, aber die Zeit reicht nicht. „Es ist bestimmt nichts Schlimmes“, beruhige ich nun meine Ärztin, „wahrscheinlich hängt das einfach mit der Veränderung und der Unsicherheit zusammen, die ich gerade spüre.“ „Na gut, ich schreibe Ihnen ein pflanzliches Mittel auf. Aber versprechen Sie mir, dass Sie den Beta-Blocker mitnehmen und ihn nehmen, wenn Sie etwas merken!“ Ich verspreche es.

 

Der Urlaub in Kalifornien ist wunderschön und verläuft ohne Zwischenfälle. Den Beta-Blocker brauche ich nur in der ersten Nacht. Für den Jet-Lag hilft er ziemlich gut.

 

 

 

 

Und dann kommt der 8. April 2017

 

An diesem Tag findet das Business-Expertenforum in Fürstenfeldbruck statt. Und ich moderiere. Das habe ich schon immer gerne gemacht, aber leider viel zu selten. Ich treffe dieses Mal ganz bewusst eine Entscheidung: „Mach es so, Gaby, wie du es machen willst und halte dich nicht an irgendwelche Regeln. Vertraue dir und deinem Herzen.“

 

Alles läuft wie am Schnürchen, und ich habe ziemlich viel Spaß. Die Zuschauer lasse ich LaOla machen und zum Schluss machen sie sie freiwillig – für mich!

 

Schon während des Tages, aber auch am Abend und noch Wochen danach (ja, teilweise noch heute), sprechen mich Leute auf meine Moderation an. Der Tenor: Du hast das so toll gemacht, dass wir dich in jedem Fall als Moderatorin buchen für unsere Veranstaltungen. Wir brauchen weder Sabine Christiansen noch Anne Will. Ich bekomme sogar ein Angebot, mich in die Casting-Kartei einer Agentur einzutragen und jemand fragt mich, ob ich ihn für ein Image-Video interviewen kann.

 

Natürlich freut mich das außerordentlich, aber ich bin am Anfang auch verwirrt und sage so Dinge wie: „Hey, ich war einfach so, wie ich bin. Da war nichts geprobt und nichts einstudiert!“ Und je öfters ich das sage, desto klarer wird mir: das ist der Schlüssel!

 

Mein Herz hat einfach das gemacht, was sich gut anfühlte. Und die Herzen der Zuschauer und der Referenten haben das verstanden. Übrigens nicht, weil ich mich selbst besonders gut präsentiert habe, sondern weil ich alle anderen habe glänzen lassen – aus ganzem Herzen. Denn: ein Herz hat jeder, auch wenn man das bei manchen nicht glaubt.

 

Die Wirtschaft braucht mehr Herz

 

Ab diesem Tag spüre ich selber immer mehr, wie angenehm es ist, das Herz eingeschaltet zu lassen und den Kopf auszuschalten – auch wenn es um geschäftliche Dinge geht.

 

Folglich füge ich das Herz ganz offiziell meiner Formel hinzu, finde passende Fotos und sehe plötzlich überall Herzen. Und dann fällt es mir wie Schuppen von den Augen (oder wie ein Stein vom Herzen): Was wir wirklich brauchen, um eine Wirtschaft zu gestalten, die gut ist für die Menschen ist: das Herz.

 

Bei all den Zahlen, Daten, Fakten, Renditeprognosen, Berechnungen, Plänen, Angeboten, Rezepten fehlt immer eines: das Herz! Und ich bin sicher, wenn wir mehr Herz im Geschäftsleben einsetzen, werden viele Dinge überflüssig.

 

Wer von Herz zu Herz kommuniziert braucht keine Feedback-Regeln. Auch keine Beurteilungsgespräche und keine Kundenumfragen. Wer anderen Menschen von Nutzen sein will, baucht keine komplizierten Customer Journey – Gebilde und keine Algorithmen, die berechnen, welcher Kunde am ehesten bereit ist, etwas zu kaufen. Und muss schon gar nicht Schummelsoftware oder Preisabsprachen benutzen, um seine Produkte zu verkaufen.

 

Wenn wir alle unser Herz eingeschaltet lassen, werden wir immer das Richtige tun. Tun wir es!

 

Deine Kommplizin Gaby Feile

 

PS: Seit dem 15. November 2016 hat mein Herz sich komplett beruhigt. Damals fand der erste Wortwechsel in violett statt! Und diese persönliche Geschichte gab ich beim Wortwechsel im September 2017 erstmalig zum Besten.

 

Über die Kommplizin:

Gaby Feile spricht in dieser Geschichte zum ersten Mal über einige persönliche Dinge. Und glaubt nun zu wissen, warum sie ihrer Zeit stets voraus ist. Es liegt an der frühen Geburt.

Mehr über Gaby Feile

Braucht’s das wirklich? Für mehr Weglassen im Job!

 

 

Braucht’s das wirklich?

Streiche 3 Dinge, die du bei der Arbeit überhaupt nicht brauchst!

 

 

 

Wir sind alle ziemlich gut darin, mehr rauszuholen: mehr Spaß, mehr Datenvolumen, mehr Vergünstigungen. Obwohl unser Schrank voll ist, kaufen wir neue Klamotten. Und obwohl wir sie nie anschauen, machen wir unglaublich viele digitale Fotos. Mehr „Freunde“ auf Facebook, mehr Likes, mehr Kontakte, mehr Termine – das könnte man endlos weiterspinnen.

 

Dasselbe passiert in Unternehmen. Um sie „besser“ zu machen, lässt man sich immer noch mehr einfallen: mehr Formulare, mehr Meetings, mehr „Benefits“, mehr Abteilungen, mehr Aufgaben, mehr Inhalte auf der Website, mehr Projekte, mehr Programme, mehr Produkte, mehr „Features“, mehr Tarife etc. pp

 

Wie wär’s mal mit weglassen?

 

Genauso wie man seinen Kleiderschrank hin und wieder ausmisten sollte, sollte man auch bei der Arbeit hin und wieder „Tabula rasa“ machen. Das Ergebnis: mehr Platz, mehr Freiraum und weniger Stress.

 

Warum fragen sich Menschen in Unternehmen nicht häufiger, ob man all das (noch) braucht? Abläufe werden meist „blind“ akzeptiert. Vielleicht maulen manche, aber sie ändern nichts. Denn Routine kann sehr bequem sein.

 

Loslassen und ein Original werden!

 

Das Wirtschaftsmagazin brand eins widmet sich im August 2017 dem Schwerpunkt „Loslassen“. Wolf Lotter analysiert in seinem Leitartikel, warum Menschen sich so schwer tun mit loslassen – und was das für Folgen hat. Nach einem Rundblick kommt er zur Digitalisierung und stellt fest, dass diese, genau wie jede Form der Automatisierung, ein klares Ziel hat: monotone und schwere Arbeit, die routinemäßig erledigt wird, durch Maschinen, Systeme und Prozesse zu ersetzen.

 

Das ist eine gute Nachricht! Denn dann können wir Menschen mehr weglassen im Job und uns aufs Wesentliche konzentrieren: aufs Denken, darauf, kreative Lösungen zu erarbeiten und auf unser individuelles Können. Denn all das können Maschinen und Algorithmen nicht! Ein Satz fällt dazu ins Auge:

 

„Die Angstdebatte um die digitale Automatisierung erschüttert nur die Routinierten, nicht die Talentierten.“

 

Wer loslassen kann, ist also im Vorteil. Denn er/sie schafft sich Freiraum für wichtigere Dinge. Und bleibt ein Original!

 

mehr weglassen im Job

Worauf könntest du sofort verzichten?

 

Stell dir vor, du triffst eine gute Fee, die dir erlaubt, 3 Dinge an deinem Arbeitsplatz sofort verschwinden zu lassen – ohne schlechtes Karma! Welche 3 Dinge wären das?

 

Denke kurz darüber nach – und wenn du willst, schreibe deine drei Dinge unten in die Kommentare.

 

Und dann versuche doch mal, etwas nicht mehr zu tun!

 

Sag eine Besprechung ab, fülle ein Formular nicht aus, mach keine Kopie von etwas, nimm ein Angebot nicht in Anspruch, verzichte auf das Bio-Obst oder den überbewerteten Cappuccino, lehne es ab, einen zweiten Bildschirm auf den Tisch zu bekommen, mach bei einem Projekt nicht mit, antworte nicht auf eine Rundmail, schalte Skype morgens nicht an, geh nicht in die Kantine, lies deine E-Mails frühestens um 11 Uhr, lass das CC-Feld frei, schreibe kein Protokoll, verzichte auf ein Zeugnis,…

 

Achtung: es kann sein, dass niemandem auffällt, was du (nicht mehr) tust. Umso besser!

 

– findet deine Kommplizin Gaby Feile

 

PS: Was ich persönlich überhaupt nicht brauche am Arbeitsplatz:

  1. Meetings, in denen nur geredet und nicht entschieden wird
  2. Beurteilungsgespräche
  3. Die vielen verschiedenen Titel, die man Mitarbeitern gibt, und die kein Mensch versteht

 

Über die Kommplizin:

Gaby Feile kann (mittlerweile) gut loslassen. Alleine schon wegen des erleichternden Gefühls danach. Im Klub hat sie auch einiges losgelassen.

Mehr über Gaby Feile

 

 

Kommplizen-Box für dich 

 

„Unkommpliziert“ dabei sein!

Mach den Anfang!

 

Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die sich eine bessere Arbeitswelt wünschen und gerne dazu beitragen wollen.

 

Wenn du „unkommpliziert“ dabei sein willst, ist die Kommplizen-Box wie für dich gemacht!

 

Willst du eine?

 

 

 

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