Der geilste Job am Bodensee

Gepostet von am 24 Mrz 2017

Der geilste Job am Bodensee

 

 

Der geilste Job am Bodensee

 

 

 

 

Es gibt Menschen, mit denen versteht man sich auf Anhieb – ohne sie jemals getroffen zu haben. Irina von VAUDE ist für mich so ein Mensch. Sie antwortete mir, als ich bei VAUDE eine Führung angefragt hatte. Und daraus ergab sich ein regelmäßiger E-Mail-Austausch, der schlussendlich in einem Treffen vor Ort mündete – mit Führung und ganz viel leckerem Essen.

 

Der Funke springt über

 

Bei strahlendem Sonnenschein kommen wir, eine bunte Truppe mit Teilnehmern aus Bayern und Baden-Württemberg, auf dem Werksgelände von VAUDE in Obereisenbach bei Tettnang an. Wir sind viel zu früh am Haupteingang als uns dort unsere „leuchtende Reiseleiterin“ für den Tag begrüßt wie gute Freunde. Zuerst gibt’s Kaffee und dann dürfen wir im Basecamp, das eingerichtet ist wie ein VAUDE-Store, alles fragen, was uns zur Präsentation von Irina einfällt.

 

Der geilste Job: Reisegruppe mit Leiterin

Die Reisegruppe mit Leiterin (links)

 

Vertrauen ist mehr als Kultur

 

Gleich am Anfang erfahren wir, dass aktuell 520 Mitarbeiter für VAUDE arbeiten, mit quasi 520 verschiedenen Arbeitszeitmodellen. Privates und Beruf lassen sich so gut kombinieren, und um Elternzeit zu nehmen, muss man kein Neugeborenes zu Hause habe. Man kann sich z.B. auch um seine Eltern kümmern.

 

„Wir alle wollen das Beste für VAUDE“, betont Irina in diesem Zusammenhang. Und bringt alles, was sie uns erzählt, glaubwürdig mit der „Nachhaltigkeit“ zusammen. Wir teilen und deshalb ganz selbstverständlich die Getränke und leeren die Flaschen, statt sie nur anzutrinken.

 

Der geilste Job mit Terrasse

„Bio-Terrasse“

 

Spürbar und schmeckbar

 

Alle VAUDEler, die wir im Laufe des Tages treffen, grüßen uns freundlich und offen. Das wirkt weder aufgesetzt noch einstudiert, sondern echt. Und sie alle sind wirklich, wirklich sehr attraktiv – auf ihre eigene Art. Sie haben dieses Strahlen und sind alles echte Typen mit Geschichten. Das Essen in der Bio-Kantine Mittagsspitze ist nicht nur gesund, es schmeckt fantastisch und wird stolz serviert. Wir fühlen uns, als gehörten wir dazu. Und Irina erzählt, wie sie bei VAUDE gelandet ist.

 

Ein Job, der passt wie angegossen

 

„Eigentlich“ ist Irina, die zwei Töchter hat, schon seit vielen Jahren selbständig. Sie macht ganz tolle Dinge mit Kindern und Kunst. Vor einigen Monaten bewarb sie sich bei VAUDE auf einen Job im Handelsmarketing. Zum Glück (!) war sie zu spät dran. So wurde sie von der Geschäftsführerin gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, eine ganz neue Aufgabe zu übernehmen: Führungen durchs Unternehmen machen und das Konzept dafür entwickeln.

 

Irina wunderte sich, dass man ihr genau diese Aufgabe anbot. Denn: in ihrem Lebenslauf stand nichs von ihrem ersten Job in jungen Jahren. Sie war nämlich Museumsführerin und hatte offensichtlich damals schon die passende Wahl getroffen. Und jetzt schloss sich der Kreis. Sie sagte also Ja und startete als Minijobberin. Als klar war, dass die Zeit nicht reicht, erhöhte sie ihre Arbeitszeit auf 16 Stunden pro Woche.

 

„Tob dich aus!“

 

Das ist die „weltbeste Arbeitsanweisung“, die Antje von Dewitz, die Geschäftsführerin, gegeben hat. Also macht Irina genau das.

 

Neben den Führungen arbeitet sie bei anderen Projekten mit, lässt sich weiterbilden und hat vor, Schüler zum Campen bei VAUDE einzuladen. Sie sollen dabei viel über ethisches Wirtschaften, Upcycling und Nachhaltigkeit lernen. Spaß an der Kletterwand, im Bädle und im Wald sind natürlich inklusive.

 

Der geilste Job - zum Klettern

Die Kletterwand grüßt Besucher

 

Ihr Herzensprojekt ist das „Upcycling-Shoppertaschen-Flüchtlingsintegrationsprojekt“, von dem sie uns freudestrahlend erzählt. Aus Wertstoffen, die sich durch Fehlproduktion oder einfach aus Resten ergeben, sollen brauchbare Produkte werden. Dafür entstehen Arbeitsplätze, für die handwerkliches Geschick wichtiger ist als perfekte Deutschkenntnisse. „Diese Arbeitsplätze sind sinnstiftend und integrativ“, freut sich Irina.

 

Der geilste Job - in der Sonne

Sonnen vor der Manufaktur

 

Zu Fuß übers Gelände

 

Nach dem Essen startet die Tour. Vorbei am Löschteich samt Krötentunnel geht’s in die Manufaktur. Dort werden stylische Taschen hergestellt. Wir lernen und sehen, wie die Einzelteile zugeschnitten und nahtlos verschweißt werden, wie die Qualitätskontrolle läuft und wie viele Schritte nötig sind, bis eine Tasche fertig ist. Die Arbeitsumgebung ist schön, es gibt Tageslicht und internationale Kollegen.

 

Weiter geht’s über die Logistik (dort gibt’s 65 Meter lange und 7,50 Meter hohe Regale), die Kommissionierung mit vielen Förderbändern (wo es seit neuestem ein von den Mitarbeitern entwickeltes Farbensystem zum einfacheren Zusammenstellen von Bestellungen gibt) über das Labor mit einem kalten Schlafplatz in der Kühlkammer bis zur Personalabteilung, wo zwei Hunde Teil des Teams sind. Kaffee und leckerem Kuchen begegnen wir unterwegs auch noch.

 

Der geilste Job - in der Natur

Löschteich und Krötentunnel

 

Der geilste Job - egal in welcher Abteilung

Wegweiser im natürlichen Look

 

„Ich bin im Himmel“

 

Überall, wo wir hinkommen, werden wir – und besonders Irina – fröhlich begrüßt. Vereinzelt sogar mit einer Umarmung! Und spätestens jetzt wird uns klar, warum Irinas Job der geilste Job am Bodensee ist: weil es der beste Job für sie persönlich ist. „Ich bin im Himmel“, strahlt sie. Denn: sie kann alles, was sie mal gelernt hat UND ihre Talente einsetzen, darf kreativ sein, lernt viele Leute kennen, verbringt mit ihnen viel Zeit und ist dabei immer eine wahre Herzensbotschafterin für VAUDE!

 

Vielleicht ist das ein Titel, den sie sich auf ihre Visitenkarte schreiben könnte? Dort ist nämlich noch Platz!

 

Ein Vorschlag von deiner Kommplizin Gaby Feile

 

PS: VAUDE ist ganz klar ein Lieblingsplatz für Menschen. Auch wir wollten gar nicht mehr weg.

 

 

Kommplizen-Box für dich 

Alle Fotos: Gaby Feile

Über die Kommplizin:

Gaby Feile findet, dass Arbeiten sich wie Leben anfühlen soll. Das passiert immer dann, wenn Menschen sie selbst sein dürfen.

Mehr über Gaby Feile

 

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4 Kommentare

  1. Jetzt habe ich den Artikel schon zweimal gelesen…und bekomme GÄNSEHAUT und Tränchen in den Augen. Du hast es GENAU getroffen, liebe Gaby!

    • Das ist so schön, liebe Irina, dass du das sagst. Ich freue mich, dass ich das richtige Gespür für die Geschichte hatte – und für deinen Traumjob.

      Ganz herzliche Grüße an den Bodensee schickt deine Kommplizin Gaby Feile

  2. Danke für deine schöne Geschichte, liebe Gaby! Es war ein schöner Tag. Ich habe viele Ideen mitgenommen, wenn es um ein Teamspiel im ganzen Unternehmen geht. Toller Arbeitsplatz.

    • Liebe Edith,
      vielen Dank für deinen Kommentar, und dass du dabei warst am Bodensee.
      Schöne Grüße schickt deine Kommpizin Gaby Feile

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