(Deutsch) Leader verzweifelt gesucht

Posted by on 23 Oct 2012

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4 Comments

  1. Liebe Gaby,

    ein spannendes und ewiges Thema. Im oben Gesagtem steckt schon viel Wahrheit, kein Zweifel.

    Ich stelle aber immer mehr fest, dass es nicht das Thema Leader, Manager oder der sperrige Begriff “Führungskraft” ist.

    Wonach wir uns sehnen, sind wieder Persönlichkeiten und schillernde Charaktere. Leider alles Eigenschaften, die in den letzten Jahren weniger gefragt waren: es galt hauptsächlich stromlinienförmig zu sein (vor allem nach oben), rasch Meinungen und Ansichten zu wechseln und bloss keine verbindliche, zu lang anhaltende Ansicht zu haben. Nicht zuletzt natürlich, um keine Nachteile im eigenen Berufsumfeld auszulösen.

    Haben uns aber nicht immer Persönlichkeiten mit Charisma mehr fasziniert ? Jede große Innovation wurde von Menschen getrieben, die entweder Ihrer Zeit mit dem neuen Produkt oder der Idee weit voraus waren, oder für eine Sache oder Ihre Ansichten “kämpfen” mussten….

    Also wieder mehr Mut zur eigenen Note und weg von klinisch neutralen Manager-Leitfaden. Und gutes Führen zieht automatisch Mitarbeiter und/oder Freunde an, die mehr als den Einheitsbrei wollen ! Und daraus kann schnell eine große Erfolgsstory werden.

    • Hallo Matthias,

      vielen Dank für diesen Kommentar und fürs Einbringen einer spannenden Facette. Ja, die Sehnsucht nach mehr Persönlichkeit und nach mehr Charisma scheint durchaus da zu sein. Auch wenn die “junge” Generation darunter wohl was anderes versteht, als die Über-30-Jährigen. Der Mut zum eigenen Stil ist dabei sicher ausschlaggebend. Und ich stimme dir absolut zu, dass jemand, der visionär seiner Zeit voraus ist, sehr anziehend wirkt. Er/sie zieht die richtigen Leute an, die ihrerseits wieder andere anziehen. In diesem Sinne: Seien wir mutig!

      Herzliche Grüße

      Gaby

  2. Vielen Dank für diesen Artikel, er spricht mir aus dem Herzen!

    Für mich ist ein guter Leader, wer auch den Menschen im Mitarbeiter sieht und ihn so behandelt. Wie oft habe ich mich früher in meinem Angestellten-Job wie ein Möbelstück gefühlt, das man nach gutdünken mal von links nach rechts stellt, ohne es nach seinen Befindlichkeiten zu fragen. Zudem wurde auch noch erwartet, dass man allen ob oben kommenden Handlungsanweisungen ohne Widerspruch oder Diskussion folgt, am besten in Bestzeit.

    Eine löbliche Ausnahme hatte ich in meiner ganzen Zeit: mein direkter Chef interessierte sich wirklich für die Menschen in seinem Team und setzte sich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für sie so verträglich wie möglich waren. Er bot im Rahmen seiner Möglichkeiten ein angstfreies Umfeld, in dem man als Mitarbeiter den Kopf frei hatte, sich auf die tatsächliche Aufgabenerledigung zu konzentrieren. So konnten wir alle viel produktiver sein, als wenn uns Furcht vor Kritik oder fehlendem Respekt von oben abgelenkt oder belastet und damit Ressourcen gekostet hätte.

    Leider gibt es von dieser Sorte Leader nicht sehr viele!

    • Vielen Dank, Christina, für diese sehr persönlichen Erfahrungen. Es ist eigentlich so einfach, und doch scheint es vielen Leuten sehr schwer zu fallen, Mensch zu bleiben, sobald sie eine Führungsrolle haben. Das ist sehr schade.

      Beste Grüße

      Gaby

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